Kindergeld durch Neuregelung der Abzugsmöglichkeiten in vielen Fällen auch weiterhin Kindergeld durch Neuregelung der Abzugsmöglichkeiten in vielen Fällen auch weiterhin

Familienkasse der Oberfinanzdirektion informiert

Erreichen Kinder die Altersgrenze von 18 Jahren, befinden sich in Ausbildung und verfügen über Einkünfte und Bezüge von mehr als 7.680 Euro im Kalenderjahr, verliert die Kindergeldberechtigte Person ihren Anspruch auf Kindergeld. Auch können Kinderfreibeträge bei der jeweiligen Einkommensteuerveranlagung keine Berücksichtigung finden.

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen zur Feststellung der Einkommensgrenzen hinsichtlich der Einkünfte und Bezüge die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung, die der Arbeitgeber abführt, von den Einkünften des Kindes abgezogen werden.


Denn nach Ansicht des Gerichts dürfen „nur Einkünfte im Einkommensgrenzbetrag von 7.680 Euro erfasst werden, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind“.

Die Familienkasse fordert jährlich eine Prognose von dem Anspruchberechtigten, ob und wie hoch die zu erwartenden Einkünfte der über 18-jährigen Kinder sein werden. Liegen die voraussichtliche Einkünfte und Bezüge unter der Einkommensgrenze, so ist der Kindergeldanspruch gegeben und das Kindergeld wird weiterhin gezahlt. Wird aber die Grenze im Verlauf des Jahres überschritten, fordert die Familienkasse das Geld zurück.


Für Fälle, in denen nach der Berechnung der Prognose die Zahlung des Kindergeldes abgelehnt wird, das Kind dann aber tatsächlich weniger als erwartet an Einkünften und Bezügen hat, kann der Anspruchsberechtigte für das abgelaufene Kalenderjahr noch einen neuen Antrag auf Kindergeld stellen.


Gegen einen Ablehnungsbescheid kann innerhalb von einem Monat nach Bekanntgabe des Bescheides Einspruch eingelegt werden.

Nach oben